Stadtteilcheck München: Rund um den Englischen Garten Rund um den Englischen Garten
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Rund um den Englischen Garten

Danke, Kurfürst Carl Theodor!


Wie der O-Saft, so der E-Garten - hergestellt aus 100 Prozent Natur-Extrakten, erfrischend, gesund und im Sommer verwöhnt von Sonne satt. PRINZ meint: Schuhe aus, Frisbee raus!

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DER EISWAGEN von der Gelateria Gino - kleines Glück in großer Waffel


Der Englische Garten gilt als die gepflanzte "Liberalitas Bavariae" - und das wussten nicht nur die Hippies zu schätzen, die in den sechziger Jahren die Sommermonate im Schatten von Leo von Klenzes Monopteros verbrachten. Die "Gammler" wurden von den braven Münchner Bürgern oft mit Argwohn und wohl auch ein bisschen Neid gemustert.

Heute sind die Nackerten am Schwabinger Bach längst keine Hippies mehr und nicht wegzudenken - genauso wenig wie die Wellenreiter vom Eisbach, die mit den Jahren zur von der Obrigkeit geduldeten Touristenattraktion avancierten. Sobald im Frühjahr die ersten Strahlen auf die große Carl-Theodor-Wiese scheinen, tummeln sich Volleyballspieler, Freizeitkicker, Spaziergänger und andere Sonnenhungrige im E-Garten. Jogger drehen iPod-beschallt ihre einsamen Runden, zaghaft tauchen die Ersten ihre Zehen in die Parkbäche, und der Eismann findet seine Kunden. Erstaunlich, dass diese Großstadtidylle ursprünglich zu militärischen Zwecken geschaffen wurde. Im Februar 1789 ließ Kurfürst Carl Theodor bei jeder Garnisonsstadt der bayrischen Armee Militärgärten anlegen. Die Gärten sollten vornehmlich den Soldaten landwirtschaftliche Fähigkeiten vermitteln und Gelegenheit zur Erholung bieten, jedoch auch der Allgemeinheit zugänglich sein.

Die Anregung dazu stammte von dem in Massachusetts geborenen bayrischen Kriegsminister Benjamin Thompson, besser bekannt als Reichsgraf von Rumford.
Als Standort für die Münchner Gärten war das westliche "Hirschangergebiet", die heutige Schönfeldwiese im Südwesten des Englischen Gartens, vorgesehen. Im August 1789 erließ Carl Theodor ein Dekret, nachdem das Gebiet östlich der Militärgärten in den ersten europäischen Volkspark umgewandelt werden sollte. Die Ausführung wurde dem Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell übertragen, die Oberaufsicht hatte Benjamin Thompson. So entstand ein klassischer Landschaftsgarten, mit geschwungenen Wasserläufen und Wegen - inszenierte Natur.

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