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Drama / Deutschland 2008

Buddenbrooks

Große Namen, viel Aufwand, beschränkte Wirkung. Den "Buddenbrooks" fehlt Kinoformat. Kein Wunder - das TV produzierte.


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Als Dallas noch in Lübeck lag
Katastrophen gab es dieses Jahr genug. Deshalb die gute Nachricht zuerst: Es hätte schlimmer kommen können. Die Verfilmung von Thomas Manns Opus magnum ist ein Prestigeobjekt fürs Publikum, das sich einmal im Jahr Kino gönnt - aber leider nur fade durchschnittlich. Nicht mal Armin Mueller-Stahl, auf den sonst Verlass ist, macht als Jean Buddenbrook Eindruck. Kaum ist der alte Konsul gestorben, vermisst man weder die Figur noch den Schauspieler. Mit diesem Film kann was nicht stimmen. In seinem 1000-Seiten-Schmöker von 1901 beschreibt Mann den finanziellen Ruin und gesellschaftlichen Niedergang einer Familie von Lübecker Kaufleuten. Salopp ausgedrückt, ist "Buddenbrooks" die erste deutsche Seifenoper, und eigentlich hat sie alles, was das Genre braucht: Liebe, Hass und Affären, Pleiten und Bruderzwist, Rebellion und Duckmäusertum, Hochzeiten und Todesfälle. Die Darsteller mühen sich redlich, Jessica Schwarz als eigensinnige Tochter und August Diehl als schwarzes Schaf des Clans haben sogar ihre Momente. Doch die Bilder sind trostlos konventionell, und wenn Breloer nichts mehr einfällt, schneidet er das Holstentor dazwischen. Mal im Nebel, mal im Sonnenschein. Das muss hier schon als Höchstmaß an Kreativität gelten.
Karl-Heinz Schäfer


Start: 25.12.2008, OT: Buddenbrooks, Regie: Dr. Heinrich Breloer, Darsteller: Armin Mueller-Stahl, August Diehl, Iris Berben, Jessica Schwarz u.a.
Fazit: O Mann! Diese uninspirierten Buddenbrooks machen noch nicht einmal Lust, den Roman zu lesen.
 
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